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Der AUSTRALISCHE MARIENKÄFER

Schmierläuse unter einem WeihnachtssternblattDer SCHÄDLING:
"Die Woll- und Schmierlaus"


Woll- oder Schmierläuse (Pseudococcus spp.) sind v.a. an Zierpflanzen unliebsame Schädlinge. Die 0,2 - 0,3 mm großen weichhäutigen Insekten besitzen stechend - saugende Mundwerkzeuge und ihr Körper ist mit einem wachsartigen "wolligen" Überzug ausgestattet. Sie leben bevorzugt an Stengeln, Blattachseln, Blattunterseite und dem Wurzelhals der Pflanzen. Durch ihre Saugtätigkeit kommt es zu Blattaufhellungen, Blattfall und die Pflanzen stagnieren in ihrem Austrieb. Besonders großen Schaden bereiten auch Rußtaupilze, die sich auf deren zuckerhaltigen Ausscheidungen, dem Honigtau, v.a. bei hoher Luftfeuchte, ansiedeln. Die Pflanzen werden geschwächt und in ihrer Entwicklung behindert. Unter Optimalbedingungen kann ein Weibchen zwischen 300 und 600 Eiern ablegen.
 
 

Der Australische MarienkäferDer NÜTZLING
"Der AUSTRALISCHE MARIENKÄFER (Cryptolaemus montrouzieri)"


Der ca. 4 mm große Marienkäfer zählt zu den wichtigsten Woll- und Schmierlausräubern und besitzt einen schwarzen kugelförmigen Körper mit orangefarbenem Kopf. Der Käfer und seine Larven ernähren sich vorzugsweise von Woll- oder Schmierläusen, bei geringem Nahrungsangebot werden aber auch andere Schädlinge, wie Blattläuse oder Schildläuse, angenommen. Während sich die erwachsenen Käfer über alle Stadien der Schädlinge hermachen, beschränken sich die Larven v.a. auf das Aussaugen der Eier und Jungstadien.

Die weiblichen Käfer legen in ihrer Lebenszeit bis zu 500 Eier ab, die sie einzeln in die Eigelege der Woll- Läuse plazieren, innerhalb einer Woche schlüpfen daraus die Larven, die bis zu ihrer Verpuppung eine Größe von ca. 10-15 mm erreichen. Die Larven der älteren Entwicklungsstadien sehen ihrer Beute zum Verwechseln ähnlich. Auch sie besitzen einen wachsartigen Überzug. Während seiner Entwicklung kann der Australische Marienkäfer über 250 Woll- oder Schmierläuse vertilgen.

Da die Tiere aufgrund ihrer Herkunft einen relativ hohen Temperaturanspruch stellen, sollte der Einsatz des Australischen Marienkäfers erst ab Temperaturen von 18-20oC durchgeführt werden. Ab Temperaturen von 10-12oC stellen sie die Nahrungsaufnahme ein und sterben bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
 
 

WIE GEHT MAN VOR?

Geliefert werden die erwachsenen Käfer in Papierwolle. Die Papierwolle wird dem Behälter entnommen und auf der Kultur verteilt. Möglich ist auch ein Umstülpen des Gefäßes unter den befallenen Pflanzen. Die Freilassung erfolgt am besten am frühen Morgen oder gegen Abend. Weiterhin hat es sich als günstig erwiesen, die Lüftung während der Freilassung zu schließen. Bei geringem Befall muß für eine gleichmäßige Ausbringung im Bestand gesorgt werden, um eine möglichst effektive Bekämpfung zu gewährleisten.

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