|
Die Raubmilbe
Der SCHÄDLING "THRIPS":
Der Thrips ist ein weitverbreiteter Schädling, der sowohl an Zier-, als auch an Gemüsepflanzen auftritt. Er ist 1-2 mm lang, schlank und von hellbrauner bis dunkler Färbung. Er besitzt typisch gefranste Flügel, mit denen er sich rasch im Bestand ausbreitet. Lufttrockenheit fördert seine Vermehrung. Die Larven weisen eine gelbliche bis grünliche Färbung auf. Durch die saugende Ernährung kommt es zum Lufteinschluß in den Pflanzenzellen, die dann silbrig erscheinen. An der Blattoberseite zeigt sich eine gelbe Sprenkelung.
Neben Thrips tabaci tritt v.a. auch der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) auf.
Saugschäden durch Frankliniella führen u.a. zu Deformationen von Blüten und Früchten oder auch zu Blütenverfärbungen.
Der NÜTZLING "Die RAUBMILBE (AMBLYSEIUS)":
Die bei uns heimischen Raubmilben Amblyseius cucumeris und Amblyseius barkeri. Sie sind 0,3 mm groß, rotbraun, rundlich und sehr flink. Mit bloßem Auge sind die in Triebspitzen versteckt lebenden Tiere kaum auffindbar. Bei geringem Nahrungsangebot ernähren sie sich auch von Pollen oder anderen Milbenarten. Sie können also längere Zeit auch ohne Schädlinge überbrücken und beugen so Neuinfektionen vor. Da sich die Raubmilben überwiegend von Eiern, Larven und Puppen der Thripse, seltener von erwachsenen Tieren ernähren, ist ein vorbeugender Einsatz sehr zu empfehlen.
Um die Entwicklung und Vermehrung der Raubmilben zu fördern, sollte die Temperatur über 18oC und die Luftfeuchte über 65 % liegen.
WIE GEHT MAN VOR?
Bei allen "Thrips-gefährdeten" Kulturen hat sich der vorbeugende regelmäßige Einsatz bewährt. Geliefert werden Raubmilben in Kleie. Mit bloßem Auge sind die Tiere kaum zu erkennen.
Öffnen Sie die Tüten erst am Einsatzort und verteilen Sie die Kleie mit den Raubmilben nach einer kurzen Durchmischung sofort nach Erhalt der Lieferung gleichmäßig im Bestand. Bestreuen Sie die Blätter im mittleren und oberen Pflanzenbereich. Bei einem vorbeugenden Einsatz ist es ausreichend, 1-2 Blätter jeder 5.-10. Pflanze zu behandeln. Liegt ein Thripsbefall bereits vor, empfiehlt es sich, auf jeder bzw. jeder zweiten Pflanze jeweils ein bis zwei Blätter (die Menge an Raubmilben-Kleie pro Blatt sollte etwa 1-2 Eßlöffeln entsprechen) mit der Raubmilben-Kleie zu belegen. Berücksichtigen Sie bei der Ausbringung besonders die Stellen, an denen Thripse verstärkt aufgetreten sind. Bei Pflanzen, deren Blätter zum Bestreuen zu klein sind, kann das Material auch auf den Boden rings um die Pflanze gegeben werden. Amblyseius-Raubmilben sind sehr suchaktiv und finden i.d.R. den Weg zu den Schädlingen.
Preisliste Hobby-Bereich 2004
|